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Klasse Fotografie

Diplome 2021

Die Arbeit acque bianche/acque grigie (dt. weißes Wassser/graues Wasser) ist der Versuch, den beiden seit jeher existierenden Flüssen in Matera, Süditalien - genannt "Grabiglione Barisano" und "Grabiglione Caveoso" -, welche im Lauf der Zeit überbaut wurden und so unter der Straßenoberfläche verschwanden, mittels einer Soundinstallation eine neue Sichtbarkeit und Stimme zu verleihen.

Mittels verschiedener topografischer Karten aus dem achten Jahrhundert bis in die Gegenwart war es möglich, den Verlauf der Flüsse und deren Verschwinden unter die Erde zu rekontruieren und darauf aufbauend ein verkleinertes Modell aus Plastikschläuchen zu formen.

Die beiden "Flussmodelle" hängen frei im Raum, von dünnen Schnüren getragen, die sich in ihrer Position und Anzahl an den ehemals existenen Brücken orientieren. Ihr Ende ist jeweils mit einem Trichter versehen, durch den das Rauschen des Wassers wahrgenommen werden kann. Die Trichter markieren außerdem die beiden Punkte in der Landschaft, die heute die einzigen sind, an denen die Flüsse sichtbar werden und ihre volle Akustik entfalten können, bevor sie in eine tiefe Schlucht am äußeren Rand der Stadt stürzen und schließlich in einen größeren Fluss "Gravina" genannt, münden.

Die Tonaufnahmen sind die originalen Klänge der unterirdischen Flüsse, die nur über die Kanaldeckel auf den Straßen darüber gehört und aufgezeichnet werden können.

2021, interaktive Rauminstallation

Carmen Alber

2021, Fotografie

Noah Kolb

2021, Skulptur

Anna Sophia Rußmann

2021, Rauminstallation

Elisa Schmid